Der Wetterhahn sich dreht

Der Wetterhahn sich dreht
auf schön. Die Sonn aufgeht
am Himmel, wolkenfrei.
Der Regen ist vorbei.
Man hat ihn zwar geschätzt,
er hat das Land benetzt.
Doch schafft er kein Behagen,
erlebt an warmen Tagen,
empfindet Dankbarkeit.
Davon geb‘ ich Bescheid.


Ute Pesch
2020

 




Bunt


Bunt hat Gott die Welt erfunden,
was die Blumen uns bekunden,
drin und drauß
ein Augenschmaus,
hier und weltweit vorgefunden!


Ute Pesch
2020



Die Katze

Die Katze schleicht den Turm entlang,
sie sucht nach Mäusen auf dem Hang.
Dann sieht sie mich
und wendet sich
zu mir und drückt sich zärtlich an die Beine.
Als Freundin ich ihr wohl erscheine.
As sie sich schließlich mir entzieht,
sie wieder nach den Mäusen sieht.


Ute Pesch
2020

 




Ein Stück Zeit

Aus Sekunden 
werden Stunden.
Ein Stück Zeit 
der Ewigkeit 
will die Uhr damit bekunden.
Was hält sie für mich bereit?
Das läßt sich noch nicht erkunden,
nur erhoffen Fröhlichkeit!


Ute Pesch
Sommer 2020




1250 Jahre Heidelsheim

Trommeln und Fanfaren,
festliches Gebaren,
große Fahnen da und dort.
Heidelsheim, ein alter Ort

feiert heut' sein Gründungsjahr!
Was inzwischen alles war:
Frieden, Krieg,
Zerstörung, Sieg

und auch Brände.
Fleiß'ge Hände
haben wieder hergestellt
diese schöne Fachwerkwelt.

Vor der Kirche die Trompeten
blasen, regen an zu beten,
daß man unbehelligt wohnt,
es sich hier zu leben lohnt.

Als die Dunkelheit beginnt,
Fackeln hell zu sehen sind
Türmer, Wächter zu begleiten,
in Gewändern alter Zeiten.


Ute Pesch
18. Juli 2020

 




Heidelsheim

Ein schöner Ort als schönes Feld,
das schönes Saatengut enthält,
auf dem Gedanken munter sprießen,
die aus dem frohen Herzen fließen,
was mir und anderen gefällt!


Ute Pesch
Sommer 2020




Was mir macht viel Spaß

Was, was, was,
erfreut mich heute? Daß
der Oleander rosa blüht,
Clematis sich nach oben zieht,
der Himmel blau, die Wolken weiß,
und ich ertrage, daß es heiß.
Das, das das,
ist’s was mir macht viel Spaß.


Ute Pesch
Sommer 2020

 




Drei Rosen

Drei Rosen stehn im Vasenglas
auf meiner Fensterbank
zu meiner großen Freude, daß
ich sag dem Spender hiermit Dank!

Die zarten Blütenblätter legen
sich um ein Zentrum, zu vergeben
den Duft, den nur die Rose gibt,
die schon im Paradies beliebt!

Drei Rosen sind treppauf gekommen,
von lieben Händen mitgenommen,
und ich hier aufgeschrieben habe,
wie sehr ich mich an ihnen labe!



Ute Pesch
Mai 2020

 



Der Morgenwind singt

Der Morgenwind singt:
"Seht, was da schwingt
in meinem Hauch:
Der Mohn blüht auch,
von Kornblumen umringt!"


Ute Pesch
Mai 2020

 




Im Nest

Statt zu brüten
muß man hüten,
was sich aus dem Ei gepickt,
nach der Vogelmutter blickt,

ob sie in dem Schnabel trage
wieder eine Futtergabe.
Dauert's länger, wird geschrien:
"Hör doch, daß ich hungrig bin!"

In den Bäumen, unterm Dach,
machen junge Spatzen Krach,
und man sieht auch Väter jagen
hin und her, herbeizutragen,

was der Nachwuchs reklamiert,
dann im Nest verwöhnt diniert.
Spatzen sind nicht menschenscheu,
bleiben der Umgebung treu! 


Ute Pesch
Mai 2020

 



Musikalisch

Man will uns verwöhnen
mit Trompetentönen,
unterstützt vom Waldhornklang,
um den Sonnenuntergang
musikalisch zu verschönen.


Ute Pesch
April 2020

 



Ein Rätsel

Man pflanzt sie gern in Töpfe.
Sie haben bunte Köpfe,
tatsächlich ein Gesicht,
doch ich beschreib’ es nicht,
. . . . . . . . .  genannt.
Das liegt doch auf der Hand!


Ute Pesch
April 2020

 


Kastanien

Kastanien stehn in Reih und Glied
am Marktplatz. Sie sind voll erblüht
mit weißen Kerzen, aufgerichtet
im Blättergrün, das sich verdichtet,
wo Fachwerkhäuser, alter Art,
erleben noch die Gegenwart,
ein großer Brunnen ist beliebt,
zu hören, was es Neues gibt.


Ute Pesch
April 2020

 



Frau Luna

Als Nachtsignal
gleitet übers Tal
Frau Luna, rund,
und tut uns kund:

Als Erdtrabant
bin ich bekannt,
zieh meine Kreise
auf leise Weise,

herumspazierend
hypnotisierend
für den, der hinlänglich
dafür empfänglich.


Ute Pesch
April 2020



 

Glücklich

Die Hände gespreizt,
von der Sonne gereizt,
sie warm zu empfangen.
Schon innig drangen
das Herz zu erweitern
es aufzuheitern
die Strahlen, so rein.
Ich schau glücklich drein.


Ute Pesch
April 2020


 

 


Der Nordwind

"Fort, ihr Wolken, fort!"
bläst der Wind von Nord.
Sie können ihm nicht widerstehn
und sagen schon: "Auf Wiedersehn!"


Ute Pesch
22. März 2020



 

Der Schmetterling

Der Schmetterling flattert
und Nektar ergattert
am Löwenzahn,
der nicht beißen kann.


Ute Pesch
16. März 2020


 

 


Die Hummel

Die Hummel ist dick,
das ist ihr Geschick,
kann trotzdem fliegen,
die Schwerkraft besiegen
in Bodennähe,
nicht hoch wie die Krähe!


Ute Pesch
16. März 2020

 


Schöne Töne

Das schwarze Kleid
der Dunkelheit
begrenzt die Sicht.
Man zündet an das Lampenlicht.

Ich setze mich zu meinen Tasten,
in denen schöne Töne rasten.
Sie werden klingen
und mit mir singen,

wenn Hände, die beiden,
ihr Spiel betreiben,
damit die Stummen
beginnen zu summen!


Ute Pesch
7. März 2020

 




Die Osterglöckchen

Sie wollen nicht warten,
beginnen zu starten,
die Osterglöckchen,
ziehn an gelbe Röckchen,

als Frühlingspflanzen
im Sonnenschein tanzen.
Sie sind bereit
für die Fastnachtszeit!

 

Ute Pesch
22. Februar 2020


 

Was seh' ich auf dem Dach?

Was seh' ich auf dem Dach?
Ich schau genauer nach.
Ein Pferdchen, grün und klein,
springt in die Luft hinein,
doch bleibt es angebunden.
Hat's auch dein Blick gefunden?
Ein Kunstwerk, vor Jahrzehnten
hat es das Dach betreten!


Ute Pesch
13. Oktober 2019

 




Das Klavier

Mich locken die Tasten!
Hier will ich rasten,
sie zu bewegen,
das Herz zu erregen.

Man setzt sich zu mir
an das Klavier,
beginnt zu singen.
Stimmen erklingen,

nach oben streben.
Ein schönes Erleben
zu jeder Stunde
in kleiner Runde!


Ute Pesch
9. Oktober 2019




Vergoldet sind die Uhrenzahlen

Vergoldet sind die Uhrenzahlen,
Vergoldung sieht man an den Zeigern,
die unsre Gegenwart zermahlen.
Der Mitlauf läßt sich nicht verweigern.
Vergoldet kann das Alter sein
bei dem, der sich darauf läßt ein!


Ute Pesch
4. Juli 2019

 




Abends am Spielplatz

Der Spielplatz ist nicht leer.
Man schaukelt hin und her,
man rutscht auf einer Bahn,
kommt lachend unten an.

Die Kinder sind lebendig,
am Abend noch beständig
dabei, sich zu verstecken,
beim Nachlauf sich zu necken.

Sandmännchens Ruf verhallt.
Man schläft noch nicht so bald.
Die Abendsonne macht es vor,
verschließt noch nicht ihr Strahlentor.


Ute Pesch
4. Juli 2019


 

Lavendel

Immer wieder sind erschienen
beim Lavendel fleiß’ge Bienen,
haben Nektar vorgefunden,
sind zur Abendzeit verschwunden,

nicht die Düfte, ausgesandt
vom Lavendel in der Hand,
einem Sträußlein, mir geschenkt,
woran man noch lange denkt.


Ute Pesch
5. Juli 2019

 



Hortensie und Oleander

Hortensie und Oleander,
sie stehen nahe beieinander
vor einem hohen Fachwerkhaus.
Gepflegt sieht es zusammen aus.

Ein Wunder jede Blumenzüchtung,
von jeher Anlaß für die Dichtung,
ist sie doch voller Poesie,
der sie den Hintergrund verlieh.


Ute Pesch
6. Juli 2019


 

Die Wetterfahne

Auf dem Turm die Wetterfahne
steht ganz still, so daß ich ahne:
Keine Änderung tritt ein,
es bleibt bei dem Sonnenschein.

Wetterfahne auf dem Knauf,
sich zu drehen hört sie auf.
Ich betrachte aus der Nähe,
wie sich eine schwarze Krähe
auf der Fahne aus Metall
niederläßt und schaut ins All.

Hierher komm ich immer wieder,
singe gerne Abendlieder,
die der leichte Wind verweht.
Bald die Sonne untergeht.

Ute Pesch
6. Juli 2019

 



Sand

Gebirgiges Land
ist zerbröselt zu Sand
einer Wüstenei,
schon lange vorbei.
Nach Kinderideen
kleine Formen entstehn.
Sand, etwas naß,
macht immer viel Spaß! 


Ute Pesch
23. Juni 2019



 

Warum ich hier wohne

Ich mag den Horizont 
mit seiner Bergesfront,
von Menschen kultiviert 
und Baumbestand verziert,
dazwischen Weideflächen 
mit Quellen und mit Bächen,
ein Höfen gegenüber,
der Kirchturm grüßt herüber.
Hier bin ich gern daheim,
verfasse manchen Reim
von dieser Allgäuwelt,
die mir so gut gefällt!


Ute Pesch
Februar 2019

 




Glück

Manchmal kann das Glück aufblitzen,
manchmal lang im Herzen sitzen.
Bricht es dann und wann wie Glas,
ist indes zu hoffen, daß
doch ein neuer Glücksmoment
folgt, wie es ein jeder kennt.
Eine Strähne mag es sein,
auch ein Augenblick, der klein.
Einer ist des Glückes Schmied,
ein anderer es selten sieht.
Also, kleinlich kann es sein,
doch nicht immer, nein, o nein!


Ute Pesch
10. Dezember 2018



 

Ein Lob dem Lampenlicht

Es ist der Erdumschwung,
der führt zur Dämmerung,
die jetzt schon früh anbricht.
Ein Lob dem Lampenlicht
mit seiner Möglichkeit,
zu geben Helligkeit,
daß wir nicht an die Zeit gebunden
beim Sonnenlichtumrunden.


Ute Pesch
23. November 2018

 

 



Gemütlich

Eben noch der Sonnenschein,
jetzt hüllt Nebel alles ein.
Da und dort Laternenlicht,
das die Dämmerung durchbricht.
Der Gesichtskreis wird jetzt klein.
Drinnen kann’s gemütlich sein!


Ute Pesch
15. November 2018




Die reifen Quitten

Die reifen Quitten
jetzt darum bitten,
geerntet zu sein.
In Stücke geschnitten
kocht man sie ein.
Sie schmecken so fein!


Ute Pesch
Oktober 2018

 

 




Die Ziehharmonika erklingt

Die Ziehharmonika erklingt
mit einem Lied, das ganz beschwingt.
Der Spieler kommt einmal im Jahr.
Noch dicht, doch weiß ist jetzt sein Haar.


Ute Pesch
Oktober 2018




Der Drehorgelmann

Der Drehorgelmann in Frack und Zylinder,
ist immer noch alten Liedgutes Künder.
Beim dörflichen Fest
er hören läßt:

"Freut euch des Lebens,
solang noch das Lämpchen glüht,
pflücket die Rose
eh' sie verblüht."

"Nostalgisch",
denke ich.


Ute Pesch
Oktober 2018

 




Leonidas und das Vogelküken

Ich sitze im Zug nach Ulm. Vor mir ist eine junge Frau mit zwei Kindern beschäftigt, einem Jungen, der vier Finger zeigt, als ich ihn frage wie alt er ist und einem kleinen Mädchen, das noch ein Schoßkind ist. Es streckt immer wieder den Arm nach mir aus, will meinen Finger packen. 

Der Junge heißt Leonidas , das Mädchen Diana. Leonidas malt mit Buntstiften in einem Heft Play-Doh. Dazu gehören 3 Knetdosen. Auf dem Tisch liegt ein Vogel, gelber Plüsch. Es ist eine Handpuppe, die weit den roten Schnabel aufreissen kann. Ein Vogelküken, sagt die Mutter. 

Die Flügel sind noch klein, die Füße haben 3 dicke Stoffkrallen. Auf dem Kopf stehen ein paar grüne Pinsel in die Höhe. Es hat noch keinen Namen. Ich schlage Piepmatz vor. Das gefällt Leonidas – er ruft mehrmals Piepmatz.


Ute Pesch 
6. Oktober 2018

 




Der Himmel, wie ein großer Teich

Der Himmel, wie ein großer Teich,
ist an so vielen Tieren reich.
Schildkröten und ein Krokodil,
sie zeigen sich doch sehr mobil.
Die Schlange und ein Elefant,
sie sind genauso interessant.
Ein Nilpferd, schwer,
kommt auch daher.
In Lücken, die man sieht dazwischen,
die Enten sich darunter mischen.
Der Zoo, den man dort oben findet
dann in der Dunkelheit verschwindet.


Ute Pesch
September 2018




Der Tag anbricht

Der Tag anbricht.
Ich weiß noch nicht,
was er mir wird bringen,
was mir wird gelingen.
Das Sonnengesicht
mir Gutes verspricht.


Ute Pesch
27. September 2018

 




Ich lausche Geschichten

Man sieht sie lachen!
Die körperlich Schwachen
haben Mut gefunden
wie die Gesunden.

Man trifft sie, stark,
auf den Bänken im Park.
Ja, überall
ist es der Fall!

Sie plaudern mit mir,
sind glücklich hier.
Ich lausche Geschichten,
die davon berichten!


Ute Pesch
September 2018




Hab' oft darüber nachgedacht

Hab' oft darüber nachgedacht,
was den Lebenszweck ausmacht.

Es gibt viele
solcher Ziele!


Ute Pesch
September 2018

 

 



Was sind die Geistesblitze?

Was sind die Geistesblitze?
Sie sind es Denkens Spitze.
Doch nur, wer dafür offen,
der wird davon betroffen!


Ute Pesch
September 2018


 

Ich grüße jeden neuen Tag

Ich grüße jeden neuen Tag
mit fröhlichem Gesang,
weil ich so gerne singen mag
mein ganzes Leben lang!

Es sind Gesänge, die erheben,
aus einem alten Liedergut,
schon früh gesammelt im Bestreben,
uns zu vermitteln Lebensmut!

Sie rühmen Gott und Seine Macht,
wie es in solchen Büchern steht,
und auch der Schöpfung ganze Pracht.
Wie leicht mein Schritt dan vorwärts geht!


Ute Pesch
15. September 2018

 




Tropfen 

Tropfen fallen in die Rinne,
das ist ganz in unsrem Sinne,
denn die Luft wird jetzt beschleunigt 
von dem Erdenstank gereinigt.


Ute Pesch
24. August 2018


 


Frei

Alles, was fliegt,
statt am Boden liegt,
fesselt mich sehr
von Kindheit her.
Auch gute Ideen,
die aufwärts gehn,
sind immer dabei
und machen mich frei
vom irdischen Sog,
der schon Viele betrog
von früh bis spät
um die Qualität
der Leichtigkeit,
Unabhängigkeit!


Ute Pesch
Juni 2018

 




Wißt, daß auch die Sonne singt

Wißt, daß auch die Sonne singt
und Freude mit sich bringt,
die in die Herzen dringt.
Sonne, göttliches Symbol,
kümmert sich um unser Wohl!


Ute Pesch
Juni 2018



 

Die Freude im Herzen

Die Freude im Herzen
bleibt mir erhalten.
So kann ich fröhlich
den Abend gestalten
mit Gesang, Gitarrenklang,
betend meine Hände falten.

 

Ute Pesch
Mai 2018

 



Zwei Tauben

Zwei Tauben flüstern sich ins Ohr:
"Schön, daß wir uns getroffen!
Kommt das in Zukunft öfters vor?
Das wollen wir doch hoffen!"
Sie turteln auf dem Nachbardach,
die eine fliegt der andren nach.

 

Ute Pesch
Mai 2018



Das Bächlein

Was will das Bächlein mir mitteilen?
“Du siehst die Wellen talwärts eilen.
Die Schneekristalle lösen sich
auf Bergen auf und füllen mich.”
Das ist die Sprache, angemessen
dem Bächlein, an dem ich gesessen.


Ute Pesch
Frühling 2018

 



Sei frohgemut!

Wenn wir die Morgensonne sehn,
dann sagen wir: "Wie ist sie schön!"
Das Herz geht auf
bei dem Verlauf
des Balls aus Feuer,
der uns so teuer
als Himmelslicht,
das uns verspricht:
"Der Tag wird gut,
sei frohgemut!"


Ute Pesch
Frühling 2018



Schmetterlinge

Schmetterlinge, wißt ihr was?
Es erfreut, zu sehen, daß
ihr euch in die Lüfte schwingt,
Frühlingsstimmung mit euch bringt.
Schön ist es, sich zu erheben,
schwerelos emporzuschweben,
dabei farbenprächtig sein.
Wem verdankt ihr solches Sein?


Ute Pesch
Frühling 2018

 



Heut' spielt die Sonne nicht Verstecken

Heut' spielt die Sonne nicht Verstecken,
sie schiebt hinweg die Wolkendecken,
verzehrt den Dunst, es wird schon klar,
erwartet Beifall, das ist wahr!


Ute Pesch
Frühling 2018



 

Der Schlaf hat Energie geschenkt

Der Schlaf hat Energie geschenkt,
die mich mit Macht nach draußen drängt!
Der Sturm hat seine Pflicht getan,
ein blauer Himmel schaut mich an,
von allen Wolken frei gefegt.
Die Bäume stehen unbewegt.
Was wird der Tag mir heut' bescheren?
Wird er mich etwas Neues lehren?
Gedanken laufen mir voraus:
Ein gutes Buch such' ich mir aus!
Ich wünsche mir ein Stelldichein.
Mit wem wird dieses Treffen sein?
Vom Bauernmarkt als Attraktion
trag' ich bestimmt etwas davon.
Auf geht es nun mit schnellem Gang,
und summend einen Morgensang!


Ute Pesch
März 2018

 



Lesen

Lesen, ja lesen,
wo andre gewesen,
Mauern durchschreitend,
sie so begleitend.
Die Worte fließen,
sie zu genießen
am Auge vorbei,
als sei man dabei.
"Gut!", denke ich
und vergnüge mich
während mancher Stunden,
so die Welt zu erkunden.

Ute Pesch
Februar 2018



Gänseblümchen

Ein Gänseblümchen steht
da, wo der Schnee vergeht.
Ein zweites folgt ihm nach.
Die Böschung liegt nicht brach,

sie bildet grünes Moos.
Ich frag: "Was ist hier los?
Kein Frühling bricht jetzt an!
Ihr habt euch wohl vertan."

Die gelben Äuglein strahlen:
"Wir rechnen nicht mit Zahlen
wie euer Jahrkalender.
Natur ist ein Verschwender.

Sobald die Sonne warm,
Greift sie uns unterm Arm,
daß wir auch jetzt schon sprießen.
Das sollt ihr doch genießen!"


Ute Pesch
Januar 2018

 




Orgeln

Orgeln brausen, Orgeln flöten!

Luft ist für den Ton vonnöten,

welcher geht durch Mark und Bein,

wenn der Organist geht ein

auf der großen Meister Noten,

die erscheinen wie die Boten

aus den himmlisch hohen Sphären,

die auf Erden schon gewähren

Vorgeschmack auf Harmonien,

die das Herz mit Glück durchziehn.

Ute Pesch
Winter 2018

Johann Sebastian Bach hat gesagt, daß er aufschreibe, was er "höre".

Dr. Stefan Schaub nennt es in seinem Buch Ewig fernes Paradies (S. 8)
"inspirierten Klang" und in Bezug auf Beethoven (S. 99)
"der inneren Stimme gehorchend".



www.utepesch.mimemo.net